
Unterbodenschutz fürs Auto: Was du wissen solltest, bevor du dein Fahrzeug schützt
, Von Raphael Rotterdam, 5 min Lesezeit
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Wenn du darüber nachdenkst, dein Auto mit einem Unterbodenschutz zu versehen, solltest du die Vor- und Nachteile sorgfältig abwägen, bevor du eine Entscheidung triffst. Unterbodenschutz ist zwar kein Hexenwerk, aber wenn er nicht korrekt durchgeführt wird, ist er nutzlos.
Der Kampf gegen Rost mag letztlich nicht zu gewinnen sein, doch Rostschutz und Unterbodenschutz können die Lebensdauer deines Fahrzeugs erheblich verlängern. Diese Maßnahmen bieten Schutz gegen Rostverursacher wie Streusalz und Sole – zumindest für eine gewisse Zeit. Langfristiger Schutz erfordert Aufmerksamkeit und Pflege.
Dein Fahrzeug ist eine große Investition – und diese solltest du schützen!
Rost führt mit der Zeit zu Korrosion, was nicht nur unschön aussieht, sondern auch zu Teileversagen und einer Reihe technischer Probleme führen kann:
Undichte Stellen → Kraftstoffverlust
Schäden an Motor und Getriebe
Allgemeiner Systemausfall
Wenn du dein Auto nicht schützt, wird es deutlich anfälliger für solche Schäden.
Rost verringert die Lebensdauer und den Restwert deines Fahrzeugs – dies erhöht zudem das Sicherheitsrisiko. Daher ist es entscheidend, frühzeitig Maßnahmen zu ergreifen.
Viele Menschen leben in Gegenden mit rauem Klima.
Aggressives Streusalz, Straßensole, klebriger Baumsaft oder feine Kratzer durch Äste – all das kann den Lack angreifen und die schützende Schicht zerstören.
Ist die Lackschicht erst beschädigt, ist Rostbildung nur eine Frage der Zeit.
Besonders problematisch ist Straßensole:
Dringt in Ritzen und Hohlräume ein
Haftet stark an Fahrzeugen
Lässt sich schwer entfernen
Greift alle Fahrzeugtypen gleichermaßen an
Laut einem AAA-Bericht aus 2017 zahlen US-Fahrer jährlich rund 3 Milliarden Dollar für Reparaturen durch rostbedingte Schäden durch Auftausalze.
Moderne Enteisungsmittel wirken auch bei sehr niedrigen Temperaturen – anders als klassisches Streusalz.
Doch: Viele Waschanlagen recyceln ihr Wasser. Entfernen sie dabei wirklich alle Schadstoffe? Oder spülen sie die Sole tiefer in die Fahrzeugstruktur?
Ein guter Unterbodenschutz ist also eine kluge Investition, um dein Fahrzeug langfristig zu schützen.
Der beste Zeitpunkt für den Unterbodenschutz ist, wenn das Auto neu ist – also noch frei von Schmutz, Ablagerungen und Rost.
Unterbodenschutz ist eine schützende Schicht, die auf den Fahrzeugunterboden aufgetragen wird.
Es gibt zwei Hauptarten:
Harter/ gummierter Unterbodenschutz (z. B. Wachs, Gummi, Bitumen)
Weicher Öl-basierter Unterbodenschutz
Wenn dein Auto bereits Roststellen hat, ist Öl-basierter Unterbodenschutz die bessere Wahl – denn:
Harter Unterbodenschutz versiegelt den Rost → Feuchtigkeit bleibt eingeschlossen, Oxidation geht weiter.
Ölbasierter Schutz dringt durch den Rost bis zum gesunden Metall vor, verdrängt Feuchtigkeit und Sauerstoff → Rostentwicklung wird gestoppt.
Ein gutes Ölprodukt kriecht 10–15 cm tief in Hohlräume, Falze, Schweißpunkte – dort, wo Rost häufig entsteht.
Selbstheilend: Kleine Steinschläge heilen von selbst
Kriechfähig: Gelangt in schwer erreichbare Stellen
Umweltfreundlicher als Bitumenprodukte
Lärmreduzierend: Wirkt schalldämmend – das Fahrzeuginnere wird leiser
Einfach selbst anzuwenden (mit Anleitung & Werkstatt-Set von NHOU)
Kostengünstig: Professionelle Anwendung kann bis zu 1.000 $ kosten – DIY-Anwendung unter 150 $
Aber: Es wird beim Auftragen etwas unordentlich – daher gut vorbereiten!
Muss jährlich erneuert werden für optimalen Schutz
In stark salzhaltigen Gegenden ist eine jährliche Kontrolle Pflicht
Regelmäßige Sichtprüfung wichtig: Hat die Schutzschicht noch volle Abdeckung?
Je nach Nutzung und Umgebung unterschiedlich
Bei Anhängern, die nur stehen → Jahre
Bei viel genutzten Fahrzeugen → Re-Check jährlich
Schlagbelastung & Schmutz können Schicht beschädigen → regelmäßige Inspektion ratsam
Wohnmobile haben meist offene Chassis-Konstruktionen, was sie besonders anfällig macht.
Ein Unterbodenschutz:
Schützt vor Rost, Hitze, Vibration, Lärm, Kondenswasser
Ist leicht flächendeckend aufzutragen
Muss nicht jährlich erneuert werden
→ Besonders empfehlenswert für Camper & Vans
Selbst das beste Produkt nützt nichts, wenn es schlecht aufgetragen wird!
Am besten: Von geschultem Fachpersonal auftragen lassen oder die offiziellen NHOU-Workshops & Anleitungsvideos nutzen.